
Wachstum und Beziehungen
Die Quantenphysik ist die Lehre
von Beziehungen
(Werner Heisenberg, Quantenphysiker).
Suche nach Sicherheit und Urvertrauen
Wachstum ist immer ein innerer und äußerer wechselseitiger Prozess. Eine natürliche Sicht ist, dass die innere Lebenskraft die Basis für alles ist, was und wie wir unser Leben gestalten und verwirklichen wollen. Zugegeben, was wir in uns wahrnehmen, fühlt sich nicht immer nur angenehm an. Somit ist es sehr verständlich, dass man nach schnellen Lösungen greift, um Unsicherheit zu vermeiden.
Unklarheit und Unsicherheit ist allerdings der Boden dafür, dass man zu schnell nach einer Methode, nach einem Konzept (Struktur), einer Ideologie oder nach einem Menschen Ausschau hält, was den Anschein nach Sicherheit weckt. Oftmals mit der Konsequenz, dass die Aufmerksamkeit genau davon wegführt, was uns innerlich trägt und wachsen lässt. Es mangelt gerade in herausfordernden Lebens- und Wandelphasen eher an Urvertrauen, als in Lebensphasen, wenn das Leben rund läuft. Auch wenn Umwege notwendig sind, um aus Erfahrungen zu lernen, irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo man sie nicht mehr braucht.
Ganzheitliches Denken „in Beziehung zu …“
Die aktuelle Zeitqualität gibt uns viele Hinweise darauf, dass etwas grundlegend Neues im Entstehen ist – so meine Erfahrungen und Erkenntnisse. Es geht um die Balance und die Beziehung zwischen Innen und Außen. Ich habe mich gefragt: Was bedeutet das ganz konkret?
Das Außen ist eher eine Projektion unserer inneren Bewusstseinsqualität. Folgt man den Erkenntnissen der Quantenphysik, reicht diese Qualität bis auf die feinste Quantenebene. Daher ist in spirituellen Lehren und energetischen Heilmethoden häufig von Energie die Rede.
Wenn wir in unserem Leben etwas verändern wollen, was wiederholend nicht funktioniert, dann ist das ein Hinweis auf unbewusste Muster, die sehr subtil im Hintergrund vorhanden sein können. Als erstes ist es wichtig, dem Urvertrauen ins Leben mehr Raum zu geben. Nicht im Sinne, dass man nichts tun kann, sondern in dem Sinne, dass uns das Leben in die Richtung führt, worum es geht.
Dafür können folgende Fragen zur Überprüfung hilfreich sein. Dabei geht es nicht darum, sofort eine Antwort parat zu haben, sondern darum, ehrlich zu beobachten:
1. Wie ist die Beziehung zu mir selbst, wie ehrlich gehe ich gerade mit mir um?
Wahrnehmen von Gefühlen, Gedanken, Körper, Bedürfnissen, Grenzen, Werten.
2. Wie stehe ich zu anderen? Wie stehe ich in Beziehung zur Welt?
Beziehung, Resonanz, Empathie, Abgrenzung, Verantwortung, Begegnung auf Augenhöhe.
3. Wie stehe ich wirklich zum Ganzen, in dem ich eingebunden bin?
Meine Haltung zum Leben, zur Welt, zur Natur, zum Dasein, zu dem, was größer ist als mein individuelles Ich.
Diese Fragen sind ein höchst individueller und auch vertraulicher Prozess, der nur in der Tiefe von jede/m für sich geklärt werden kann.
Innere Klarheit - das Tor für mehr Bewusstheit
Loslassen wird oft verstanden als ein aktives Tun. Meine Sicht und Erfahrung ist eher umgekehrt. Der wichtigere erste Schritt ist herauszufinden, woran man unbewusst festhält - an welchem Muster, an welcher Idee vom Leben, an welchem Urteil über bestimmte Lebensthemen oder auch an welcher Vorstellung von Gott. Das Dumme ist, dass ein falsche oder unbewusste Vorstellung uns genau davon abhalten, was wirklich trägt.
(Ggf. für Seite Selbst-Verständnis)
Das Bindestrich-Schreiben Selbst-Verständnis hilft dabei, weil es den Begriff öffnet: nicht nur „sich erklären können“, sondern sich selbst wirklich begegnen und verstehen lernen.
Deine drei Fragen zeigen auch, dass es nicht nur um ein „Selbst“ als isoliertes Ich geht:
Der Begriff Selbst-Verständnis kann das weiterhin tragen, aber er benennt diese Dimension nicht automatisch. Viele würden darunter eher Selbsterkenntnis, Reflexion oder psychologische Integration verstehen. Das, was du mit „höherem Bewusstsein“ beschreibst, geht eher in Richtung:
eine innere Position des Gewahrseins
ein Bewusstsein, das Gedanken, Gefühle und Körper wahrnehmen kann, ohne vollständig mit ihnen identifiziert zu sein
eine Verkörperung von Liebe als Seinsqualität, nicht als Verhalten („lieb sein“)
eine Haltung von Verbundenheit und Klarheit
Dabei finde ich deine frühere Skepsis gegenüber „Herz“ weiterhin sehr stimmig. Denn wenn du sagst: „eine Position, die verkörpern kann, dass sie Liebe ist“, meinst du vermutlich nicht ein emotionales Gefühl oder eine freundliche Haltung. Eher etwas wie:
Liebe als Bewusstseinszustand, der Wahrheit, Präsenz, Verbundenheit und Freiheit einschließt.
