Urvertrauen - Wandel - Mitte

Bevor du Gott kennenlernen willst -
lerne zuerst dich kennen!
(Nisargadatta Maharaj, indischer Weisheitsguru)

Wandel - Unsicherheit - Urvertrauen
Wandel und Veränderung hat es schon immer gegeben. So sind die dunkleren Jahreszeiten in der Natur gewissermaßen eine unsichtbare Vorbereitung des Wachstums, was sich dann in den helleren Jahreszeiten durch äußeres Wachstum und Blütezeit zeigt. In der Natur, bei den Pflanzen, Tieren und den Menschen.


Szenenwechsel: Ich hatte mir vor vielen Jahren vorgenommen, mein Leben grundlegend zu verändern und hatte so meine Pläne. Parallel dazu erhielt ich schon Zeichen, denn ich hatte an meiner Pinn-Wand einen Spruch aufgehängt: 'was trägt dich, wenn alles um dich herum zusammenbricht?'

Damals schenkte ich dem keine besondere Bedeutung und später stellte sich heraus, dass ich keine Ahnung hatte, was Leben wirklich ist und wie es funktioniert. Dafür erhielt Erfahrungen und Lebenslektionen, um es herauszufinden. Ich war gewissermaßen in einer Vorbereitungsphase - um ein komplett neues Selbst- und Weltverständnis zu verkörpern. Denn mental war es mir nicht fremd. Etwas fehlte - die Verkörperung. 
Ich fand heraus, dass das Unbewusste das Leben viel mehr steuert und beeinflusst, als ich es mir je hätte vorstellen können. Heute kann ich sagen, dass mir gefühlt keine Erfahrungen in diesem Lern-Feld fehlt.

Während meiner Suche wusste ich genau, es gibt eine Lösung für die meisten Probleme in der Welt. Und ich fragte mich immer wieder: 'wo ist der Hebel für die eine Lösung?' Genau dorthin wurde ich geführt - die Lösung in mir. Die Lösungen, die jede/r sucht - liegen in jede und jedem. Lösungen sind immer da und nur ein Wimpernschlag entfernt von mehr Bewusstheit, die das Gesamtgerüst vorheriger Sichtweisen auflösen kann.   

Szenenwechsel: Jede Art von Wandel ist meistens mit Stress und Anspannung des Körper-Geist-Systems verbunden. Positiver oder negativer Art. Entweder ist man voller Freude auf das Neue, weil es dem entspricht, was man erwartet hat. Oder Anspannung und Unsicherheiten bestimmen das gesamte Denken, Fühlen und Handeln, wenn man mit Neuem und Unbekannten konfrontiert wird. Das Neue und Unbekannte nenne ich hier einfach mal X.

Dieses ungewisse Empfinden löst meistens eine Suche nach Orientierung aus. Man wird vielleicht dünnhäutiger, empfindlicher, 'kleinkarierter' oder misstrauischer - weil etwas verschwimmt - was ich hier Urvertrauen nenne. Dieses Vertrauen ins Leben, in sich, ist die Basis dafür - wie man im höchsten und besten Sinne, mit sich, anderen und den Dingen des Lebens und der Welt, umgeht. Zugegeben, es ist ein Nuancen-Spiel.

Genau das war der Beginn meines großen Wandels, gerade in dem Moment, als ich mir meines Vertrauens zu sicher war. Ich wurde konfrontiert mit höchster Unsicherheit, um zu erkennen. 

Die Suche nach einer Lösung,
wo sie nicht zu finden ist.