LIFO-Lebensorientierung.
Übertriebene Stärken schwächen das ganzheitliche Potenzial.

Eine einfache Analyse zur Selbstüberprüfung aus Ausbalancierung bietet die Methode LIFO. Es zeigt Tendenzen auf, die man sehr leicht im Alltag erkennen kann. Jeder Mensch hat nach dieser Theorie alle vier Aspekte. Aber ein Aspekt ist meist in Kombination mit einem weiteren Aspekt vorherrschend. Außerdem kommt es bei der Auswertung auch darauf an, in welcher Rolle man die Auswertung betrachtet, z.B. als Privatperson im Alltag oder im Beruf z.B. in einer Führungsrolle. Je nach Rolle können sich die Verhaltensweisen anders zeigen.

 

Das Potenzial wird hier jeweils mit dem Begriff in der Mitte beschrieben und an den äußeren Rändern sind die mögliche Übertreibungen genannt. In jedem Aspekt liegt also das Potenzial, dass man bewusster wird für Übertreibungen, oft aus Gewohnheit und unbewusst.

 

Zwei Beispiele

Hinter dem Aspekt 'bewahrend' verbirgt sich meist stark die Suche nach Sicherheit. Sicherheit hat auch immer etwas damit zu tun, dass Erfahrungen geprägt haben, dass Grenzen nicht gewahrt wurden. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis für uns Menschen und insofern ganz legitim. Aber wenn man sich in Situationen in Beziehungen zu anderen als Lebensgefühl übertrieben 'unsicher' fühlt, weil destruktive Erfahrungen im Leben nicht verarbeitet wurden, dann kann dieses Gefühl der 'Unsicherheit' dazu führen, dass man übertrieben an etwas festhält, was eine 'scheinbare' Sicherheit verspricht.

  • Ist es nicht viel hilfreicher, sich mehr mit dem Thema 'Sicherheit' auseinanderzusetzen, denn es gibt viel bessere Möglichkeiten, die 'Sicherheit' in sich zu finden?

Beim Aspekt 'Unterstützend' kann sich eine übertriebene Suche nach Anerkennung verbergen, deshalb wahrt man die eigenen Grenzen nicht (hergebend).

  • Ist es hier nicht viel hilfreicher, diese Anerkennung und Wertschätzung in sich zu finden, statt übertrieben (unbewusst) woanders danach zu suchen?

Gerade in Stresssituationen zeigen sich Übertreibungen meist sehr deutlich. Diese Methode kann zur Selbstüberprüfung oder auch im Zusammenwirken in Teams, Gruppen oder auch Paaren genutzt werden, um sowohl mehr Verständnis für das eigene volle Potenzial zu entwickeln, als auch das der anderen. Und es ermöglicht auch, die eigenen Grenzen mehr zu wahren. Im ausbalancierten Umgang damit kann es sich zu einem gegenseitigen Geben- und Nehmensprozess innerhalb einer Gruppe entfalten, was zur gemeinsamen Entwicklung führt, Innovationen jedweder Art und notwendige Veränderungsprozesse fördert. Es ist ein Nuancen-Spiel.